Meine Philosophie - Teil II

Nicht zuletzt durch diese Begegnung bin ich davon überzeugt, dass Tiere uns in vielen Dingen viel voraus haben.

 

Im Tierschutz habe ich viele Menschen getroffen, die von ihren Artgenossen schwer enttäuscht wurden und mit der Zeit den Tieren alle Attribute zusprachen, die sie den Menschen im Laufe der Zeit sukzessive aberkannten. Sie stilisieren damit Tiere zu etwas hoch, was sie nicht sind, verfallen damit ins andere Extrem und damit kommt es wieder zu einem Ungleichgewicht. Auch Tiere sind meines Erachtens nicht die Krone der Schöpfung. Ich denke nicht, dass es so etwas überhaupt gibt bzw. vonnöten ist. Ein jeder hat seinen ihm zugedachten Platz in der Natur, und ein bißchen Demut vor eben dieser würde dem Menschen sehr gut tun. Demut bedeutet Achtung, Respekt und Verständnis für die Bedürfnisse anderer Lebewesen.

 

Es ist vergleichbar mit einem Zahnradgetriebe, wo jedes Rädchen seinen Platz hat. Keines ist wichtiger, aber auch nicht weniger wert als das andere. Und nur zusammen bringen sie das Getriebe zum Laufen. Genauso ist es mit Mensch, Tier, Natur. Ein ehemals perfektes Zusammenspiel, das mittlerweile nur leider etwas sehr aus den Fugen geraten ist. Denn nur dadurch, dass der Mensch sich als selbsternannte Krone der Schöpfung seit ein "paar" tausend Jahren ein wenig zu wichtig nimmt, ist es zu einem globalen Ungleichgewicht gekommen und die Probleme werden nicht weniger. Lösungsansätze gehen meist zulasten der Schwächeren.

 

Mir ist bewußt, dass ich mich mit meinen Ausführungen mittlerweile auf globaler Ebene bewege. Dies war jedoch wichtig, um aufzuzeigen, wie notwendig ganzheitliches Denken ist. Ein spiritueller Grundsatz lautet "wie im Kleinen, so im Großen".

 

Die gute Nachricht ist, dass jeder Mensch mit ein bißchen guten Willen und Weitblick lernen kann, Dinge neu und in einem ganzheitlichen Zusammenhang zu sehen. Man muß es nicht in die Wiege gelegt bekommen oder damit groß geworden sein. Jeder kann lernen, umzudenken.