Mit "Degu" ist in der Regel der Gewöhnliche Degu (Octodon degus) gemeint. Er ist eine von insgesamt 4 Arten, von der jedoch eine (Octodon bridgesii) als ausgestorben gilt.

 

Für ungeübte Augen sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Deguarten schwer erkennbar. Aufgrunddessen, dass viele Degus in Heimhaltung auf Wildfänge zurückgehen, deren Herkunft und Art nicht zurückverfolgt werden kann, ist wahrscheinlich, dass bereits eine Bastardisierung stattgefunden hat und viele Degus in hiesigen Wohnzimmern Mischlinge verschiedener Arten sind.

 

Es ist auffällig, dass sich Degus in Heimhaltung sehr unterschiedlich in Größe, Körperbau, Gewicht, Farbschlag (damit sind jetzt nicht die neuen "bunten" Degus wie Schecken, Blaue o.ä. gemeint), aber auch Lautsprache darstellen.

 

Der Degu, wie er immer wieder gezeigt wird, hat eine ungefähre Größe zwischen 10 und 15 cm (ohne Schwanz), wiegt um die 250 g, hat schwarz-, zumindest aber sehr dunkelbraunes Fell und einen eher bulligen Körperbau.

Unsere Lissy war das Abbild dessen, was man als DEN Degu bezeichnet.

Auch Jerry entspricht sowohl von Fell, Größe, Körperbau und Gewicht am ehesten dem Standard.

Die nächste Variation hat den gleichen Fellschlag wie die "normale" Ausgabe, also ebenfalls dunkel- bis schwarzbraunes Fell, zeigt aber einen wesentlich kleineren, gedrungeneren und leichteren Körperbau. Das Gewicht dieser Tiere liegt zwischen 180-230 g. Von diesem Schlag habe ich die meisten Degus. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass nicht nur genetische Faktoren hierbei eine Rolle spielen, sondern auch der Zustand der Mutter bei der Geburt (Alter, Ernährung, Gesundheitszustand). Auch das Futter und die Haltungsumstände spielen eine große Rolle. Ebenso können auch (pränatale) Parasitosen (z.B. Würmer) das Wachstum dauerhaft verzögern oder sogar zur Stagnation bringen!

 

Nachfolgend ein paar Bilder von der kleineren Ausgabe des "gewöhnlichen Degus":

 

Unsere "Bübchen" (Kastor, Pollux und Liam) sind ein Beispiel für kleinwüchsige Degus. Sie infizierten sich im Mutterleib mit Peitschenwürmern und konnten erst nach Ende der Laktation, also mit 7 Wochen, das erste Mal entwurmt werden. Sie blieben klein. Ihre Mutter gehört ebenfalls zum kleineren, aber wesentlich besser entwickelten Schlag, ihr Vater hingegen gehört zu den großen, schlanken Vertretern der Degus.

Hier noch einmal Kastor.

Auch unsere kleine Merle gehört zu den zierlicheren (dunklen) Vertretern ihrer Art. Auffällig ist auch, dass vor allem viele kleine Degus einen sehr kurzen "kindchenschema-artigen" Kopf haben.

Auch unsere allerersten Degus - hier zu sehen sind Bernie und Ert - gehören zu der kleinen, dunklen Art. Da sie mit der Hand aufgezogen wurden, ist davon auszugehen, dass ihre geringe Größe auch darin begründet liegt.

 

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